Ein Girokonto ist ein Bankkonto, mit dem man den alltäglichen Zahlungsverkehr bargeldlos vornehmen kann.
Wenn Sie ein Girokonto eröffnen möchten, gehen Sie mit der Bank automatisch einen Vertrag ein. Grundlage für diesen Vertrag sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Banken und die gesetzlichen Bestimmungen, die Sie sich unbedingt bei Vertragsabschluss aushändigen lassen sollten.
Bei der Kontoeröffnung teilt Ihnen die Bank Ihre Kontonummer und die Bankleitzahl mit. Die Kontonummer ist Ihnen persönlich zugeordnet. Das heißt, alle Zahlungen mit dieser Nummer werden automatisch Ihrem Konto gutgeschrieben und stehen Ihnen somit zur Verfügung. Wenn Ihnen jemand Geld auf ihr Konto überweisen möchte, braucht er hierfür nur Ihre Kontonummer, den Namen der Bank sowie die Bankleitzahl. Ganz einfach, oder?
Noch ein kleiner Tipp: Ein Girokonto ist kein Sparkonto. Nur wenige Banken zahlen Zinsen für das Geld, das auf Ihrem Konto gutgeschrieben ist. Wer Geld ansparen will, findet hierzu in dieser Broschüre ab Seite 26 Hinweise.
Zum Anfang
Einige Tage nach der Kontoeröffnung bekommen Sie von Ihrer Bank eine Kontokarte. Die Kontokarte ist eine kleine Plastikkarte, auf deren Vorderseite Ihre Kontonummer drauf gedruckt ist. Auf der Rückseite befindet sich ein Magnetstreifen, auf dem die wichtigsten Informationen zu Ihrem Konto, wie z. B. Name der Bank, Bankleitzahl oder Kontonummer, gespeichert sind.
Kontokarten haben unterschiedliche Funktionen:
Mit jeder Kontokarte können Sie Ihren aktuellen Kontostand über die Kontoauszugsdrucker abfragen. Darüber hinaus können Sie sich Bargeld an der Kasse Ihrer Bank auszahlen lassen.
Das ist aber noch lange nicht alles, was Ihnen eine Kontokarte bieten kann. Die meisten Kontokarten haben eine Zahlungsfunktion, mit der man in Geschäften bargeldlos bezahlen oder an Bargeldautomaten Geld abheben kann. Das geht natürlich nicht ohne weiteres. Hierfür brauchen Sie eine Geheimzahl (PIN), die Sie von Ihrer Bank nach der Kontoeröffnung in einem verschlossenen Umschlag erhalten. Diese persönliche Identifikationsnummer (PIN) ist in der Regel eine vierstellige Ziffer, die Sie unbedingt auswendig lernen und auf keinen Fall an andere Personen weitergeben sollten. Noch nicht einmal die Mitarbeiter Ihrer Bank kennen Ihre PIN. Das ist alles top secret!
Es gibt Kontokarten, die die Funktion einer Geldkarte erfüllen. Diese speziellen Karten haben einen Chip auf der Vorderseite, auf dem man einen beliebigen Guthabenbetrag, der von Ihrem Konto abgebucht wird, übertragen kann. Bei der Bezahlung mit dieser Karte wird der Betrag von dem Kartenchip abgebucht. So eine Geldkarte ersetzt also das Bargeld. Ganz schön fortschrittlich, oder?
Achtung, sehr wichtig!
Bewahren Sie Kontokarte und PIN niemals zusammen auf. Spätestens nach dem Auswendiglernen der PIN sollten Sie den Zettel, auf dem Ihre PIN steht, vernichten.
Sollten Sie Ihre PIN einmal vergessen haben, gehen Sie am besten zu Ihrer Bank und sagen es einfach. Sie werden dann umgehend eine neue Kontokarte mit einer neuen PIN erhalten. Die alte Karte wird sofort für Zahlungen gesperrt.
Beim Verlust der Karte oder bei einem Diebstahl müssen Sie schnell die bundesweit einheitliche Sperrnummer anrufen. Die meisten Banken und Sparkassen haben die Rufnummer 116 116. Rufen Sie an und lassen Sie Ihre Kontokarte sperren. Sie können in diesem Fall Ihre Bank auch direkt anrufen.